Ochenbruck – Gleich bei den ersten bayerischen Hallenmeisterschaften der U 20 im neuen Jahr, holte sich Carina Dörr in der Werner von Linde Halle in München die Bronzemedaille im Hochsprung. Schwester Melanie komplettierte den Erfolg eine Woche später in Fürth bei den Titelkämpfen der Aktiven mit einem dritten Platz im Kugelstoßen.
Beide Leichtathletinnen des TSV Ochenbruck gehören schon seit einigen Jahren zur absoluten bayerischen Spitze. Jedoch starten die Geschwister in grundverschiedene Olympische Disziplinen, das in der Leichtathletik sehr selten vorkommt. Carina ist eine klasse Hochspringerin und Melanie gehört zu den besten Werferinnen im Freistaat. Beide haben ihre sportlichen Qualitäten bei den Landesmeisterschaften in München und Fürth bewiesen.
Bei einer Lattenhöhe von 1,58 Meter begann Carina den Hochsprungwettbewerb. Auch die nächste Höhe von 1,61 Meter schaffte sie gleich im ersten Versuch. Probleme gab es erst über 1,64 Meter. Diese Höhe schaffte die Psychologiestudentin erst im dritten Versuch. Das war eine tolle Leistung. Plötzlich war sie wieder auf Medaillenkurs. Über die nächste Höhe von 1,67 Meter segelte sie grandios gleich im ersten Anlauf. Aber auch die beiden schärften Konkurrentinnen Katharina Winkler vom LAC Quelle Fürth und Anne Rieger von der SpVgg Auerbach-Streitheim gaben sich keine Blöße.
Die Latte wurde nun auf 1,70 Meter aufgelegt. Diese Höhe schaffte dann nur Katharina Winkler. Carina musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Ausschlaggebend waren die zwei Fehlversuche über 1,64 Meter. Die Studentin in Innsbruck freut sich nun auf die Tiroler Meisterschaften in Dornbirn, wo sie eine Einladung im Hochsprung erhielt.
Melanie Dörr war in Fürth im Kugelstoßen der Frauen gegen die 14 Meter Kugelstoßerin Alexandra Raabe von der LG Festina Ruppertwinkel chancenlos. Motiviert und angefeuert von Trainer Friedhelm Balke setzte Meli im letzten Versuch ihre ganze Kraft, Schnelligkeit und Technik ein und wuchtete die 4 kg Kugel auf glänzende 12,70 Meter hinaus. So weit hat sie noch nie in der Halle gestoßen. Mit 12,77 Meter schnappte Caroline Krämer vom asics Team Wendelstein ihr die Silbermedaille vor der Nase weg. Im Visier hat Melanie Dörr in der Freiluftsaison nicht nur die 13 Meter Marke im Kugelstoßen sondern auch in ihrer Paradedisziplin Diskuswurf die 50 Meter Marke.

